Spiel

Konzeption

Das Spiel ist die Haupttätigkeit des Kindes. Es hat eine große Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung. Es ist anstrengend und anspruchsvoll.

Durch das Spiel werden geistige und körperliche Fähigkeiten, die Sprache, Phantasie, Ausdauer, Konzentration, Bereitschaft sich anzustrengen und der Aufbau sozialer Beziehungen gefördert.

Dabei begreift das Kind:

  • sich selbst
  • die Welt um sich herum
  • Geschehnisse und Situationen
  • Beobachtungen und Erlebnisse
  • Lebensrealität, Regeln und Normen, Grenzen
  • es übt und lernt sich in verschiedene Rollen zu begeben und sich in ihnen zu bewegen

Kleinkinder spielen zuerst mit sich selbst, dann mit den Erziehern, später werden Spielpartner gesucht.

Unsere Aufgabe ist es einen Rahmen für ein freies oder angeleitetes Spiel zu schaffen.

Die Erzieher nutzen das Spiel zur Beobachtung der Kinder. Dabei erkennen sie soziale Verhaltensweisen, sowie Stärken und Schwächen in verschiedenen Entwicklungsbereichen.

„Spielen hat einen hohen eigenständigen Wert, den kein noch so gut geplantes Frühförderprogramm ersetzen kann.“
Vgl. Berliner Bildungsprogramm 2014 S. 39

In den Gruppenräumen befindet sich alters-, behinderungsspezifisches und den Bedürfnissen der Kinder entsprechendes Spielzeug, Bücher, Lern-,Experimentier-, Mal-und Bastel-und Montessorimaterialien.

  • alle Spiel-und Lernmaterialien sind in offenen Regalen, animieren zum Umgang und erleichtern mitHilfe von Piktogrammen das Ordnung halten
  • überschaubare Mengen an Spiel-und Lernmaterialien, regen die Kinder zu intensivem Gebrauch und Spiel an
  • ein Austausch erfolgt anHand der Bedürfnisse der Kinder

Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen wirdzusätzlich angefertigtes und spezielles Spielmaterial zur Verfügunggestellt, mit dem Abläufe des täglichen Lebens nachgespielt und geübt werden können, aber auch wo Kinder das Ursache-Wirkungsprinzip (ich bin tätig und es passiert etwas) erleben oder zum Hantieren (1. Entwicklungsschritt des Spiels) angeregt werden.

Freispiel= teiloffenes Angebot

In unserer Einrichtung findet an 2 Tagen der Woche für 45 Minuten das Freispiel statt. Es können Kinder ab ca. 3 Jahren daran teilnehmen. Die Sommerferienund die Vorweihnachtszeit sind davon ausgenommen.

Beim Freispiel können die Kinder selbst entscheiden, welchen Raum, mit seinen unterschiedlichen Angeboten, sie nutzen möchten. Sie haben die Wahl zwischen denGruppenräumen, dem Sportraum, dem Snoezelenraum, dem Matsch-und Wassertherapieraum, der Kinderbibliothek und der Kinderwerkstatt. Die Kinder melden sich mit ihrem Foto im eigenen Gruppenraum ab und am gewünschten Raum an.

Warum finden wir das Freispiel wichtig?

  • es fördert die Inklusion/ die Teilhabe
  • Kinder lernen eigene Entscheidungen zu treffen und sie zu tragen
  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Soziale Kontakte zu Kindern aus anderen Gruppen aufnehmen und pflegen, sowie zu den anderen Erziehern
  • Bedürfnisbefriedigung/ Verwirklichen von Interessen
  • Orientierungsschulung
  • Erfahrungsumfeld erweitern
  • Akzeptanz von Regeln und Grenzen
  • Kennenlernen anderer Spiel-und Beschäftigungsmaterialien
  • dient dem Erfahrungsaustausch der Erzieher über die Entwicklung der Kinder
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